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Inseln Italiens
Natur + Reisen, Tourismus • 30.03.2025 • 10:40 - 11:25
Eine Pinna nobilis in einer Neptungras-Wiese vor Sant‘Antioco: Sie ist die größte Muschel des Mittelmeers.
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Rund um die Insel San Pietro gibt es unter Wasser Rinnen, Felswände und Höhlen: eine spannende Unterwasserwelt für Taucher.
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Carloforte, der einzige Ort auf San Pietro, ist zu einem der schönsten Orte Italiens gekürt worden.
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In den Salzwiesen auf Sant‘Antioco und San Pietro hat der Rosaflamingo optimale Lebensbedingungen gefunden.
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Originaltitel
Inseln Italiens
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Natur + Reisen, Tourismus
Der Sulcis-Archipel liegt vor der Südwestküste Sardiniens. Er umfasst die Inseln Sant'Antioco, San Pietro und mehrere kleine, unbewohnte Inseln. Sant'Antioco ist die Hauptinsel des Archipels und die viertgrößte Italiens. Seit dem 5. Jahrtausend vor Christus ist die Insel besiedelt. Verschiedene Eroberer hinterließen ihre Spuren: Archäologische Funde und Grabstätten von Phöniziern, Karthagern und Römern können auf Sant'Antioco besichtigt werden. Nicht nur kulturell, auch landschaftlich hat die Insel einiges zu bieten: auf der einen Seite flache, lagunenartige Ufer, weite Salzwiesen, in denen der Rosaflamingo lebt, und wunderschöne Sandstrände. Auf der anderen Seite felsige und steile Küstenabschnitte. Unter Wasser erstreckt sich auf dem Meeresboden zwischen Sant'Antioco und Sardinien eine große Wiese aus Neptungras, eine Art Wald im Meer. In ihr lebt die größte Muschel des Mittelmeers: die vom Aussterben bedrohte Pinna nobilis. Die Gewinnung und Verarbeitung der Fäden aus der Pinna nobilis, Byssus oder Muschelseide genannt, hat auf Sant'Antioco jahrtausendealte Tradition. Auf der kleinen Insel San Pietro lebt der Großteil der über 6.000 Einwohner im malerischen Hafenstädtchen Carloforte, das zu den schönsten Orten Italiens zählt. Auf San Pietro wird noch immer die Mattanza, der traditionelle Thunfischfang, praktiziert. Jedes Jahr im Frühjahr werden Tausende Rotflossen-Thunfische auf ihrem Weg zu den Laichgebieten mit dieser jahrhundertealten Methode gefangen - unter Einsatz großer Reusen, Muskelkraft und handwerklichen Könnens. Dieses Ereignis zieht jedes Jahr zahlreiche Einheimische und Touristen an.