Mit der Initiative gegen die Heiratsstrafe will die Mitte, dass Ehepaare bei der direkten Bundessteuer gegenüber anderen Steuerpflichtigen nicht benachteiligt werden. Im Gegensatz zur Individualbesteuerung soll in der Verfassung festgeschrieben werden, dass die Einkommen eines Ehepaars für die direkte Bundessteuer zusammengerechnet werden. Aus Sicht der Befürworterinnen und Befürworter ist dieses System fairer und einfacher als jenes der Individualbesteuerung. Der Bundesrat und das Parlament lehnen die Initiative ab. Sie würde Verheiratete gegenüber Unverheirateten privilegieren. Unverheiratete Paare würden in vielen Fällen höher belastet als Ehepaare. Die Stimmbevölkerung hat sich am 8. März 2026 für die Einführung der Individualbesteuerung ausgesprochen: Damit sei das Ziel der Initiative bereits erreicht, die Heiratsstrafe abzuschaffen. Schafft die Initiative echte Fairness oder entstehen neue Ungerechtigkeiten? Und wie könnte die Initiative im Einklang mit dem Volksentscheid zur Individualbesteuerung umgesetzt werden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 30. Oktober 2026 in der "Abstimmungs-Arena" als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: - Benedikt Würth, Ständerat Die Mitte/SG; - Katja Stettler-Riem, Nationalrätin SVP/BE; und - Lilian Studer, Präsidentin EVP. Gegen die Vorlage treten an: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin; - Eva Herzog, Ständerätin SP/BS; und - Franziska Ryser, Nationalrätin Grüne/SG.